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Pluralität

Das Konzept des Pluralismus beschreibt die friedliche Koexistenz verschiedener Interessen, Ansichten und Lebensstile. Im Gegensatz zu totalitären Ideologien, oder zum Partikularismus erkennt der Pluralismus die bestehenden unterschiedlichen Interessen an und betrachtet deren individuelle Verwirklichung, Vertretung und Artikulation als legitim und erwünscht.

Pluralität bedeutet nicht anderes als Vielfalt. Pluralität der Weltanschauungen, Meinungen, Werte und Lebensauffassung ist ein Kennzeichnen, der offenen demokratischen Gesellschaft. Diese soll sich auch in den Medien spiegeln. Ihre Vielfalt und Pluralität sorgt für Ausgewogenheit der Berichterstattung, der Föderalismus (Länderzuständigkeit für Medien) garantiert auch auf diesem Gebiet zusätzlich Pluralität.

Von Binnenpluralismus spricht man dann, wenn ein einzelnes Medium über möglichst alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politisch relevanten Standpunkte fair berichtet und ausgewogen gewichtet, unabhängig von seiner redaktionellen Linie. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk soll auch die Organisationsstruktur dies sichern (Aufsichtsgremien, in denen alle wichtigen gesellschaftlichen Kräfte vertreten sind). Es gibt aber auch privatwirtschaftliche Medien, die sich zum Forumsgedanken bekennen.