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Ein engagierter Streiter für den noch besseren Journalismus

Ein Vollblutjournalist, der das Leben und die Menschen liebte: Udo Heinze.

Die Initiative Tageszeitung trauert um ihren  ehemaligen Schatzmeister Udo Heinze

Die Initiative Tageszeitung hat die traurige Pflicht, den Tod ihres langjährigen Schatzmeisters Udo Heinze bekanntgeben zu müssen. Der engagierte Journalist starb am 6. Juli 2019 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren in Minden (Westfalen).

Udo Heinze war das, was man einen Vollblut-Journalisten nennt. Als Lokaljournalist, Redaktionsleiter und Projektverantwortlicher bei der WAZ, der heutigen Funke-Gruppe, „lebte“ er einen lesernahen und engagierten Journalismus. Sein Beruf war für ihn immer auch Berufung. Sein großes Interesse galt dabei der Politik und der Wirtschaft, im Lokalen ebenso, wie auf nationaler und internationaler Ebene. Seine kenntnisreichen und oft tiefsinnigen Betrachtungen waren anregend in jeder Diskussion. Dabei war Udo Heinze kein verzagter Grübler. Sein Optimismus war unerschütterlich, seine Fröhlichkeit und sein Lachen ansteckend. Das offene und interessierte Zugehen auf Menschen, das freundliche Lächeln und den unverwechselbaren Humor hat er sich bis zum Schluss bewahrt.

Rolf-Dieter Krause, bekannter und langjähriger Brüssel-Korrespondent der ARD, dem wie so vielen Udo Heinze den Weg in den Journalismus geebnet hat, hat es 2016 in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau einmal treffend formuliert: Udo Heinze, sein „Lehrmeister“ in der WAZ-Lokalredaktion Unna, sei ein „wunderbarer Journalist“ gewesen. In einem anderen Interview sagt Krause über seine Zeit mit Udo Heinze: „Ich saß ihm gegenüber und konnte täglich vieles von ihm lernen: Neben einer gewissen Gelassenheit vor allem, wie man die richtigen Fragen stellt, um zu ergiebigen Antworten zu gelangen.“ Und Krause zitiert in der FR auch ein Credo, dass die Einstellung Udo Heinzes zu einer lesernahen Berichterstattung und seine Absage an einen elitären und abgehobenen Journalismus treffend beschreibt. Udo Heinze habe den jungen Journalisten immer gesagt: „Wir sind hier im Ruhrgebiet, wir schreiben auch für einfache Leute. Wir müssen das so aufschreiben, dass sie das verstehen.“ Eine Forderung, die heute so aktuell ist, wie vor Jahrzehnten.

Auch nach seiner Pensionierung hat sich Udo Heinze eingemischt, für einen offenen und demokratischen Journalismus gekämpft. Bei aller Pluralität forderte er stets eine klare Haltung der Journalisten und eine deutliche Absage an jegliche extremistische Tendenzen in der Gesellschaft. Sein soziales Engagement, sein Eintreten für eine gerechtere Welt gehörten zu seinen herausragenden Eigenschaften.

Udo Heinze hat sich über Jahrzehnte für die Weiterentwicklung eines engagierten Journalismus eingesetzt. Als langjähriges Mitglied, Vorstandsmitglied und Schatzmeister hat er engagiert die Initiative Tageszeitung unterstützt und befördert. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand war er ein gern gesehener Gast bei den ITZ-Veranstaltungen und hat sich mit seinen Diskussionsbeiträgen und Gedanken getreu dem ITZ-Motto für einen „noch besseren Journalismus“ eingesetzt.

Wir verlieren mit Udo Heinze einen professionellen und engagierten Mitstreiter und Ratgeber, der nicht nur als Journalist, sondern auch als Mensch beeindruckt hat. Und wir verlieren mit ihm einen guten und warmherzigen Freund. In unserer Trauer fühlen wir uns verbunden mit seiner Familie und allen, die ihn geliebt und geschätzt haben.

Wir werden Udo Heinze sehr vermissen und sein Andenken stets in Ehren halten.

INITIATIVE TAGESZEITUNG e.V.

Heinrich Meyer                                                               Dieter Schreier
1. Vorsitzender                                                               Geschäftsführer